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Kaltgepresstes Hundefutter: Was steckt dahinter?

Carsten Dörr · 21.10.2026
Kaltgepresstes Hundefutter: Was steckt dahinter?

Kaltgepresstes Hundefutter wird immer beliebter – und wirft immer wieder dieselben Fragen auf: Was genau ist daran anders? Muss ich es einweichen? Und für welchen Hund lohnt sich der Umstieg? In diesem Ratgeber erklären wir Dir, wie kaltgepresstes Trockenfutter hergestellt wird, worin es sich von klassischem Trockenfutter unterscheidet und worauf Du beim Füttern achten solltest.

Was ist kaltgepresstes Hundefutter?

Kaltgepresstes Hundefutter ist ein Trockenfutter, dessen Zutaten bei vergleichsweise niedriger Temperatur zu Pellets gepresst werden. Anders als bei den meisten Trockenfuttersorten kommen dabei weder heißer Dampf noch hoher Druck zum Einsatz. Das Ergebnis sind kompakte, eher harte Pellets, die äußerlich oft an Futterpellets für Pferde erinnern.

Der Begriff „kalt“ ist dabei relativ: Durch die Reibung beim Pressen entsteht etwas Wärme. Beim kaltgepressten Kalter Hund von Naturfutter liegt die Produktionstemperatur laut Hersteller bei maximal etwa 45 °C – also weit unter den Temperaturen, die bei klassischem Trockenfutter üblich sind.

So wird kaltgepresstes Trockenfutter hergestellt

  1. Mischen: Getrocknetes, gemahlenes Fleisch wird mit den übrigen Zutaten wie Getreide oder Süßkartoffel, Gemüse, Kräutern und Ölen vermischt.
  2. Pressen: Die Mischung wird durch eine Matrize gepresst und in Pellets geschnitten. Die Wärme entsteht nur durch die Reibung.
  3. Kühlen und Abfüllen: Die Pellets werden abgekühlt und direkt verpackt – ohne zusätzliches Trocknen bei hoher Hitze.

Kaltgepresst oder extrudiert – der Unterschied

Der Großteil des Trockenfutters im Handel wird extrudiert. Dabei wird der Futterbrei unter Dampf, Druck und hohen Temperaturen durch eine Düse gepresst. Beim Austritt dehnt sich die Masse schlagartig aus – so entstehen die typischen luftigen, leichten Kroketten. Fett und Aromen werden häufig erst danach von außen aufgesprüht.

Kaltgepresst Extrudiert
VerfahrenPressen ohne DampfDampf, Druck, Aufschäumen
Temperaturniedrig (z. B. bis ca. 45 °C)hoch, meist deutlich über 100 °C
Pelletkompakt, dicht, eher mattluftig, leicht, oft glänzend
In Wasserzerfällt nach wenigen Minutenquillt auf und bleibt in Form
Fett und Aromenin der Mischung enthaltenhäufig nachträglich aufgesprüht

Der Wassertest: so erkennst Du den Unterschied

Probier es selbst aus: Leg ein Pellet kaltgepresstes Futter und eine extrudierte Krokette jeweils in ein Glas lauwarmes Wasser. Nach wenigen Minuten zerfällt das kaltgepresste Pellet zu einem Brei, während die extrudierte Krokette aufquillt und ihre Form behält. Der Test zeigt anschaulich, wie unterschiedlich die beiden Futterarten aufgebaut sind.

Was spricht für kaltgepresstes Futter?

  • Schonende Herstellung: Durch die niedrigere Temperatur bleiben hitzeempfindliche Vitamine und Pflanzenstoffe besser erhalten als bei hohen Produktionstemperaturen.
  • Kein Einweichen nötig: Die Pellets zerfallen in Flüssigkeit schnell. Du kannst sie trocken füttern – frisches Wasser sollte natürlich immer bereitstehen.
  • Kompakt und ergiebig: Weil die Pellets nicht aufgeschäumt sind, steckt mehr Futter in weniger Volumen. Die Tagesration sieht im Napf daher kleiner aus, als Du es vielleicht gewohnt bist.
  • Natürliche Fettverteilung: Öle und Fette sind in der Mischung enthalten statt nachträglich aufgesprüht.
  • Gut kombinierbar: Viele kaltgepresste Sorten setzen auf eine einzige Fleischquelle. Warum das bei sensiblen Hunden interessant sein kann, liest Du in unserem Ratgeber zu Monoprotein-Hundefutter.

Worauf Du achten solltest

  • Kürzere Haltbarkeit: Kaltgepresstes Futter kommt meist ohne künstliche Konservierungsstoffe aus. Lagere den Sack trocken, kühl und gut verschlossen und verfüttere angebrochene Säcke zügig.
  • Andere Dosierung: Wegen der höheren Dichte unterscheidet sich die Futtermenge von Deinem bisherigen Trockenfutter. Halte Dich an die Fütterungsempfehlung des Herstellers und beobachte das Gewicht Deines Hundes.
  • Nicht automatisch getreidefrei: Kaltgepresst beschreibt nur das Herstellungsverfahren. Viele Sorten enthalten Hirse oder Reis. Wenn Dein Hund getreidefrei gefüttert werden soll, achte auf die Zutatenliste.
  • Etikett richtig lesen: In der Zutatenliste steht meist getrocknetes Fleisch, zum Beispiel „29 % Rindfleisch, getrocknet“. Vor der Trocknung entspricht das einem deutlich höheren Frischfleischanteil – beim Kalter Hund Rind laut Hersteller rund 65–70 %.

Fütterung und Umstellung

Als Richtwert erhalten erwachsene Hunde beim Kalter Hund etwa 1,2 % ihres Körpergewichts pro Tag, Junghunde bis zu 2,5 %. Ein 20-kg-Hund bekommt also rund 240 g täglich. Aktivität, Alter und Haltung beeinflussen den tatsächlichen Bedarf.

Stell Deinen Hund am besten schrittweise über 7–10 Tage um:

Tag Bisheriges Futter Kaltgepresstes Futter
1–375 %25 %
4–650 %50 %
7–925 %75 %
ab Tag 10–100 %

Häufige Fragen

Muss ich kaltgepresstes Futter einweichen?

Nein. Die Pellets können trocken gefüttert werden. Wenn Dein Hund es lieber feucht mag, kannst Du sie kurz mit lauwarmem Wasser anfeuchten.

Ist kaltgepresstes Futter für Welpen geeignet?

Das hängt von der Sorte ab. Kalter Hund ist laut Hersteller ein Alleinfuttermittel für erwachsene Hunde und Junghunde. Für Junghunde gilt eine größere Tagesration. Bei sehr jungen Welpen sprich die Fütterung am besten mit Deinem Tierarzt ab.

Kann ich kaltgepresstes Futter mit Nassfutter oder BARF kombinieren?

Ja. Reduziere die Menge der einzelnen Komponenten so, dass die gesamte Tagesration zum Bedarf Deines Hundes passt.

Warum sind die Pellets so hart?

Die Pellets werden stark verdichtet und nicht aufgeschäumt. Das macht sie härter als klassische Kroketten. In Flüssigkeit zerfallen sie trotzdem schnell – siehe Wassertest.

Kaltgepresstes Hundefutter bei mydoxx

Bei uns findest Du Kalter Hund von Naturfutter, einem kleinen Familienbetrieb aus Born auf dem Darß in Mecklenburg-Vorpommern. Kalter Hund gibt es in sechs Sorten, jeweils mit einer einzigen Fleischquelle, glutenfrei und ohne künstliche Konservierungsstoffe:

Tipp: Du weißt noch nicht, welche Sorte Deinem Hund schmeckt? Mit dem Kalter Hund Probier-Set testest Du fünf Sorten à 50 g, bevor Du Dich für einen großen Sack entscheidest.

Fazit

Kaltgepresstes Hundefutter ist eine schonend hergestellte Alternative zu klassischem Trockenfutter. Die Pellets sind kompakt, müssen nicht eingeweicht werden und kommen bei vielen Sorten mit kurzen, klaren Zutatenlisten aus. Achte beim Umstieg auf die richtige Dosierung, eine schrittweise Umstellung und die passende Proteinquelle für Deinen Hund.

Alle Sorten findest Du in unserer Kategorie Kaltgepresstes Trockenfutter. Mehr über die Marke erfährst Du in der Markenwelt Naturfutter.